zu wenige Kunden als Selbstständige – Birgit Plöger Business Mentorin DACH

Es gibt diesen Satz, den ich immer wieder höre, wenn ich mit selbstständigen Frauen spreche, die zu wenige Kunden als Selbstständige haben:
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum es nicht läuft.
Manchmal klingt es resigniert, manchmal frustriert, manchmal schon fast entschuldigend, als wäre es ein persönliches Versagen. Und ich verstehe das gut, weil ich selbst weiß, wie sich das anfühlt, wenn man alles gibt und trotzdem das Gefühl hat, dass da draußen irgendwie zu wenig ankommt.
Aber dann schaue ich mir genauer an, was bei diesen Frauen wirklich los ist, und fast immer ist es nicht das, was sie denken. Es liegt dann nämlich nicht daran, dass zu wenig Nachfrage da wäre. Es liegt fast immer an etwas anderem. Und das ist eigentlich eine sehr gute Nachricht, weil es bedeutet, dass du es ändern kannst.

Die meisten potenziellen Kundinnen wissen gar nicht, dass es dich gibt


Das klingt simpel, trifft aber den Kern. Du kannst das beste Angebot der Welt haben, die meiste Erfahrung, das größte Herz für deine Arbeit, und trotzdem zu wenige Kunden als Selbstständige haben, wenn die richtigen Menschen nicht wissen, dass du existierst.
Sichtbarkeit ist keine Frage von Eitelkeit. Es ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass dein Business funktioniert.
Viele Selbstständige unterschätzen, wie viel Präsenz es braucht, bis jemand wirklich aufmerksam wird, Vertrauen aufbaut und dann auch bucht. Das passiert nicht nach einem Beitrag auf Instagram und auch nicht nach einer einmaligen Erwähnung irgendwo. Das ist ein Prozess, der Zeit braucht und vor allem Kontinuität. Wer nur dann sichtbar ist, wenn gerade Zeit übrig ist, der wird genau so wahrgenommen: unregelmäßig, und damit auch unverlässlich.

zu wenige Kunden als Selbstständige – Birgit Plöger Business Mentorin DACH

Deine Botschaft ist unklar oder spricht die Falsche an

Das ist ein Punkt, den ich in meiner Arbeit sehr häufig sehe und der auf alle Fälle angeschaut werden sollte, bevor man irgendetwas anderes verändert. Du kannst überall präsent sein, auf Social Media, auf deiner Website, im Netzwerk, aber wenn deine Botschaft nicht klar ist oder nicht die richtige Person trifft, dann verpufft das alles. Was ich damit meine ist folgendes. Wenn jemand auf deine Website kommt oder deinen Beitrag liest, sollte sie innerhalb von wenigen Sekunden verstehen: Was bietet diese Frau an, für wen ist das, und was ändert sich für mich, wenn ich mit ihr arbeite. Ist das nicht sofort klar, klickt sie weiter. Nicht weil sie kein Interesse hätte, sondern weil sie sich nicht angesprochen gefühlt hat. Und das passiert leider sehr viel häufiger als die meisten denken.

Du verlässt dich auf Weiterempfehlungen allein


Weiterempfehlungen sind wunderbar. Ich sage das wirklich so, weil es ein Zeichen dafür ist, dass du gute Arbeit machst und deine Kundinnen zufrieden sind. Aber als einzige Strategie um neue Kundinnen zu gewinnen, ist es auf Dauer zu wenig und vor allem zu unplanbar.
Das Problem mit Weiterempfehlungen ist, dass du keinen Einfluss darauf hast, wann sie kommen, wie viele es sind und ob die empfohlene Person dann auch wirklich zu dir passt. Du bist damit abhängig von etwas, das du nicht steuern kannst. Und genau das führt zu diesem unruhigen Auf und Ab, das viele selbstständige Frauen kennen. Gute Monate, schwache Monate, und nie so richtig planbar. Das muss nicht so sein, wenn du anfängst aktiv für Sichtbarkeit zu sorgen und nicht nur darauf zu warten, dass jemand deinen Namen weitergibt.

Übrigens zeigt das auch eine Erhebung des Deutschen Startup Monitor, wonach fast zwei Drittel aller Gründerinnen und Gründer Kundengewinnung als ihre größte Herausforderung nennen. Du bist also in sehr guter Gesellschaft. Nur sollte dieses Wissen dich unbedingt dazu bringen, aktiv etwas daran zu ändern, und nicht einfach weiterzumachen wie bisher.

Du fragst nicht aktiv genug


Das ist vielleicht der direkteste Punkt, und ich sage ihn trotzdem, weil er so wichtig ist. Viele Selbstständige warten darauf, dass Kundinnen von alleine kommen. Sie posten, sie sind nett, sie liefern gute Arbeit, aber sie fragen nicht. Sie machen kein konkretes Angebot, sie laden nicht aktiv ein, sie sprechen nicht offen darüber, dass sie gerade Kapazität haben oder dass es genau jetzt einen guten Einstieg gibt.
Ich hatte einmal eine Kundin, eine Grafikdesignerin, die sich darüber gewundert hat, warum so wenig Anfragen kamen, obwohl sie eigentlich regelmäßig auf LinkedIn aktiv war. Als wir uns ihre Beiträge angeschaut haben, war alles da: schöne Arbeiten, interessante Einblicke, wertvolle Tipps. Nur eines fehlte fast überall. Ein klarer Hinweis darauf, dass man mit ihr arbeiten kann und wie das geht. Kein Angebot, keine Einladung, kein nächster Schritt. Als sie das geändert hat, haben sich innerhalb weniger Wochen die ersten Anfragen gemeldet. Nicht weil sich plötzlich etwas Großes verändert hätte, sondern weil die Menschen, die ihr schon gefolgt sind und ihr vertraut haben, endlich wussten, was sie tun sollen.

Was du jetzt tun kannst


Wenn du das hier liest und dich in dem einen oder anderen Punkt wiedererkennst, dann ist das kein Grund zur Sorge. Es ist ein Hinweis darauf, wo du ansetzen kannst. Und das ist genau die Arbeit, die ich mit meinen Kundinnen mache. Wir schauen gemeinsam an, wo die Lücken sind, was davon die größte Wirkung hat, und dann gehen wir das Schritt für Schritt an.
Wenn du wissen möchtest was bei dir konkret dahintersteckt, warum du zu wenige Kunden als Selbstständige hast, dann ist meine Business-Analyse genau der richtige Einstieg. Du bekommst einen klaren Blick von außen auf das, was wirklich los ist, und weißt danach genau, wo du anfangen sollst.


Birgit Plöger ist Business Mentorin für selbstständige Frauen im DACH-Raum. Mit über 20 Jahren Erfahrung als Unternehmerin begleitet sie Dienstleisterinnen und Geschäftsinhaberinnen dabei, ihr Business so aufzustellen, dass es wirklich trägt.

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